Tag 1:
Gut gelaunt und voller Neugier trafen alle 14 Bo:IA-Mitglieder bei Steelcase in München ein. Ziel war das fünfgeschossige europäische Headquarter unseres Kooperationspartners – Hersteller bekannter Marken wie Steelcase, Viccarbe und Orangebox.
Pünktlich um 12:30 Uhr ging es direkt zum Mittagessen. Gestärkt und gut gelaunt startete auch schon das dichte Programm: Begrüßung, erstes Kennenlernen – und dann ab in die streng geheimen Räume der Entwicklungsabteilung (Fotos verboten). Hier werden nicht nur bestehende Produkte auf ihre Standfestigkeit getestet, sondern auch völlig neue Designs entwickelt. Im fünften Stock, in der „Penthouse-Tischlerei“, entstehen die Prototypen der zukünftigen Produkte.
Anstatt eines klassischen Showrooms hat Steelcase sein eigenes Büro mit den eigenen Produkten ausgestattet. So konnten wir live erleben, wie flexibles Arbeiten in der Praxis aussieht – und was es wirklich braucht. Stück für Stück schritten wir von Etage zu Etage nach unten und sahen, wie die Mitarbeitenden die neuen Arbeitswelten nutzen. Auffällig waren die vielen kleinen Meetingräume für 1–4 Personen, jeweils mit großem Bildschirm und Videokameras ausgestattet – ideal für spontane Besprechungen oder Zusammenarbeit mit externen Partner:innen. Generell hat niemand einen festen Arbeitsplatz. Die strikte Clean-Desk-Policy ermöglicht es, schnell zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen zu wechseln – ob im Team, für Meetings oder in stille Fokus-Zonen für konzentriertes Arbeiten.
Um das Gesehene noch einmal vertieft zu verstehen, kehrten wir ins Dachgeschoss zurück. In einem lichtdurchfluteten Meetingraum wurden uns die Planungskonzepte und Produkte für moderne Arbeitswelten erläutert. Zusätzlich gab es einen spannenden Einblick in die Firmengeschichte und die europäische Wertschöpfungskette.
Gerade als die Sonne untergegangen war und wir über die Nachhaltigkeitsinitiativen von Steelcase gesprochen hatten, wurde es Zeit fürs Abendessen. Im ersten Stock erwartete uns ein Buffet mit wunderbaren Brettljausen aus verschiedenen Ländern.
Man musste nur drei mal umfallen und schon erreichten wir das Hotel Ruby Lilli, bezogen unsere Zimmer und trafen uns anschließend an der Bar zu einem gemeinsamen Absacker. Wie viel jeder getrunken hat und wie lange alle geblieben sind – bleibt unter uns. Auf jeden Fall war es ein lustiger, herzlicher und inspirierender Austausch!



Tag 2:
Frisch und munter startete das Programm um 8:30 Uhr mit einem Thema, das bei manchen als Lieblingsthema gilt: Materialien und Farben. Hier erhielten wir Einblicke in zukünftige Verbundstoffe, die recycelbar sind, und erfuhren, worauf es bei der Wahl der richtigen Oberfläche ankommt.
Damit war der erste Teil abgeschlossen – und unser zweiter Kooperationspartner, mah-ATN, trat in Aktion.
mah-ATN ist ein Zusammenschluss zweier Stofffirmen, was den etwas ungewöhnlichen Namen erklärt. Ausgesprochen wird einfach jeder Buchstabe einzeln: M-A-H A-T-N. Wir alle mussten fleißig üben, damit kein „Fauxpas“ passiert!
Das Unternehmen blickt auf eine Geschichte von über 200 Jahren zurück und begann als Sattlerbetrieb, der Kutschen auskleidete. Auch heute, unter der Leitung von Marcia Gottlieb – die ebenfalls anwesend war –, werden Fahrzeuge, Schiffe und unzählige Möbel mit den hochwertigen Stoffen von mah-ATN ausgestattet. Ihr beeindruckendes Sortiment umfasst rund 14.000 Materialien – von Kunstleder über Echtleder bis zu Outdoor- und Spezialstoffen – die in europa Produziert werden.
Ein echter Vorteil: Der Laufmeterpreis liegt meist zwischen 10 € und 60 €, wodurch bereits große Projekte wie Fußballstadien oder Fast-Food-Ketten beliefert wurden. Besonders attraktiv ist die geringe Mindestbestellmenge. Als Überraschung durften wir uns über eine Einladung zum diesjährigen Oktoberfest freuen!
Voller neuer Eindrücke und ausgestattet mit Goodie-Bags endete das offizielle Programm um 13:00 Uhr. Kontakte wurden ausgetauscht, Wiedersehen vereinbart und herzliche Danksagungen ausgesprochen.
Damit war die offizielle Reise beendet – doch einige von uns nutzten die Gelegenheit, gemeinsam die Munich Design Days zu besuchen, bevor es zurück nach Hause ging.









Was wir mitgenommen haben:
Das Highlight der gemeinsamen Tage war zweifellos das persönliche Kennenlernen – sowohl untereinander als auch mit den Vertreter:innen unserer Kooperationspartner.
Einigen wurde jedoch bewusst, dass Bayern in puncto Gleichberechtigung und gendersensibler Sprache noch etwas aufzuholen hat. Eine gute Erinnerung, weiterhin Haltung zu zeigen – für eine gerechtere und inklusivere Zukunft.
Schön war der tiefgehende Einblick in die Sortimente von Steelcase und mah-ATN – und wie vielseitig ihre Produkte eingesetzt werden können.
Wer weiß wo sich in Zukunft die Wege kreuzen und die ein oder anderen Produkte eingeplant werden! Wir sind gespannt!