REVIEW

Speaking Colors: Farbe und Materialität

Vortragende

Monika Heiss, Diplomierte Farbdesignerin

Am 25. März 2026 wurde der Bene Schauraum in Wien zum Treffpunkt der Innenarchitektur-Community: Gemeinsam mit Bene lud der Bund Österreichischer Innenarchitektur (Bo:IA) zum mittlerweile fünften Salon i – diesmal unter dem Titel „Speaking Colors: Farbe & Materialität“.

Im Zentrum des Abends stand ein Thema, das die Gestaltung von Räumen maßgeblich prägt: die Wirkung von Farbe im Zusammenspiel mit Materialität. Als Speakerin begeisterte die diplomierte Farbdesignerin Monika Heiss mit einem ebenso fundierten wie inspirierenden Einblick in ihre Arbeit und ihre gestalterische Haltung.

Datum & Ort

25.03.2026 | 19 Uhr

BENE Wien, Neutorgasse 4-8, 1010 Wien

Farbe als zentrales Gestaltungselement

Farbe ist weit mehr als ein dekoratives Element – sie beeinflusst unsere Wahrnehmung, schafft Atmosphäre und trägt wesentlich zum Wohlbefinden bei. Genau hier setzte der Vortrag von Monika Heiss an: Anhand zahlreicher realisierter Projekte zeigte sie, wie durchdachte Farbkonzepte Räume nicht nur strukturieren, sondern ihnen auch Identität verleihen können.

Ob Bildungsbauten, Gesundheitsräume oder öffentliche Einrichtungen – stets steht für sie das Zusammenspiel von Farbe, Material, Licht und Nutzung im Fokus. Farbe wird dabei als integraler Bestandteil der Architektur verstanden, nicht als nachträgliche Ergänzung.

Mut zur Farbe – jenseits von Konventionen

Ein zentrales Thema des Abends war der bewusste Umgang mit Farbe und der Mut, gewohnte Denkmuster zu hinterfragen. Monika Heiss plädierte dafür, sich von standardisierten Farbwelten zu lösen und neue, auch unkonventionelle Wege zu gehen.

Dabei wurde deutlich: „Mutig“ bedeutet nicht zwangsläufig „bunt“, sondern vielmehr, Farbe differenziert, kontextbezogen und mit einem feinen Gespür für Raum und Funktion einzusetzen. Die Kraft der Farbe kann Räume nicht nur beleben, sondern auch beruhigen, strukturieren oder emotional aufladen – und so maßgeblich zur Qualität von Innenarchitektur beitragen.

“Aus der Forschung wissen wir, welches enorme Potenzial in der Farb- und Materialgestaltung liegt. Es ist an uns Gestalter:innen, die Wirkkraft von Farbe genau zu studieren und in unseren Projekten gezielt einzusetzen. Es freut mich sehr, dass wir mit Monika Heiss eine der besten Farbexpertinnen vor den Vorhang holen durften. So können wir den Diskurs zu Farbe in der Innenarchitektur für unsere Community anregen und Impulse setzen. Ich denke, Monika Heiss hat uns alle durch ihren Vortrag, aber auch mit ihrem Charisma begeistert. Sie beweist mit ihren Arbeiten, welche Magie gute Farbkomposition auslösen kann” 

Bo:IA-Vizepräsident Univ.-Prof. Florian Sammer

Austausch, Inspiration und neue Perspektiven

Im Anschluss an den Vortrag nutzten die zahlreichen Besucher:innen die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. In der inspirierenden Atmosphäre des Bene Schauraums wurde weiterdiskutiert, reflektiert und über Projekte, Prozesse und Perspektiven gesprochen. Besonders der direkte Dialog mit der Speakerin sowie der Austausch innerhalb der Community machten den Abend zu einem lebendigen und bereichernden Erlebnis.

Der Salon i unterstreicht einmal mehr das Ziel des Bo:IA, eine Plattform für fachlichen Diskurs, Inspiration und Vernetzung zu schaffen. Mit Themen, die aktuelle Fragestellungen aufgreifen und neue Perspektiven eröffnen, bringt die Veranstaltungsreihe Expert:innen und Interessierte zusammen und stärkt die Sichtbarkeit der Innenarchitektur in Österreich.

Vortragsreihe Salon i

Ziel des Bo:IA ist es, eine Plattform für regelmäßigen Austausch und Netzwerk-Veranstaltungen zwischen Expert:innen und Interessierten im Bereich Design und Innenarchitektur zu schaffen. Der Salon i präsentiert sich als eine Reihe von Vorträgen, Diskussionen und Workshops des Bo:IA gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern und Mitgliedern. Im Fokus dabei stehen innovative Ideen zu erkunden, mögliche Herausforderungen zu meistern und zukunftsweisende Konzepte zu entwickeln. Die zukünftigen Veranstaltungen sollen allen Interessierten offenstehen, um eine vielfältige und inklusive Community zu fördern.

Fotos: (c) Sophie Menegaldo